WAS SIND EIGENTLICH

SACHWERTANLAGEN ?

Gerade in der Kapitalanlagenbranche geht man mit dem Begriff Sachwertanlage sehr oberflächlich um. Man assoziiert damit Sicherheit. Manche Marktteilnehmer behaupten sogar, Aktien seien Sachwertanlagen, da dahinter Unternehmen stehen. Spätestens die Finanzmarktkrise, bei der sogar deutsche Großbanken „schwankten“, zeigte jedoch, dass man den Begriff Sachwertanlagen differenzierter betrachten sollte.

Nach unserer Einschätzung handelt es sich dann um Sachwertanlagen, wenn deren Wert bestimmbar, verfügbar und weitestgehend ohne Einflüsse Dritter erhalt- und verwertbar ist. Das klingt komplizierter als es ist. Eine Immobilie, die einen Verkehrswert hat, der auch realisierbar ist, ist ein Sachwert. Zumindest dann, wenn der Kaufpreis nicht deutlich über dem Verkehrswert liegt. Der Sachwert einer hochfinanzierten Schiffsbeteiligung ohne Tonnage ist sein Schrottwert bzw. der Wiederverkaufspreis. Denn die Bank wird sich zunächst bedienen, der Rest verbleibt beim Anleger. Oftmals also nichts. Man sollte daher vorsichtig sein, Sachwerte direkt mit Sicherheit gleichzusetzen.

MOBILIEN

IMMOBILIEN

SONSTIGE SACHWERTANLAGEN

Mobile Sachwerte sind beispielweise Flugzeuge oder Schiffe, an denen man sich als Anleger – zumeist über sogenannte geschlossene Fonds oder Alternative Investmentfonds beteiligen kann. Auch die Beteiligung an einem Container oder einem Blockheizkraftwerk könnte durchaus als mobile Sachwertbeteiligung verstehen. Der Wert dieser Sachwertanlage richtet sich sehr stark an deren Nutzbarkeit aus.

 

Zum Verständnis: Eine unvermietete Immobilie, zumindest wenn sie sich an einem guten Standort befindet, ist nicht wertlos. Es kann sogar sinnvoll sein, eine nicht vermietete Immobilie zu übernehmen, beispielsweise, wenn man sie modernisieren möchte. Dieser Zustand sollte lediglich nicht zu lange dauern. Ein Container, der nicht in Einsatz kommt, ist allerdings nichts wert (außer seinem Wiederverkaufs- oder Schrottpreis – zumindest deutlich unter Neupreis). Daher ist das Risiko, mit einem „unbeschäftigten“ mobilen Sachwert Geld zu verlieren größer, als bei einer Immobilie.

Immobilien sind die klassischste Form der Sachwertanlage. Eine Immobilie zum Eigennutz bietet, nach abgeschlossener Finanzierung, die Chance auf mietfreies Wohnen. Als Kapitalanlage, ebenfalls nach abgeschlossener Finanzierung, bietet sie Mieterträge. Damit zeigt sich sogleich ein wesentliches Risiko von Immobilieninvestitionen: die Finanzierung! Derzeit werden Immobilien zu einem äußerst günstigen Zinssatz finanziert. Wir hatten aber auch schon Phasen, in denen man doppelt so hohe Finanzierungskosten tragen musste als heute.

 

Die Regel lautet daher: lieber mehr Eigenkapital vorsehen als gegebenenfalls benötigt. Im Gegensatz zu privat genutzten Immobilien, deren Erwerbsstandort ja meist das persönliche Lebensumfeld ist, ist für die Lage von Immobilien zur Vermietung die Lage wesentlich. Hierbei sollte man sich durchaus mit den möglichen demografischen Veränderungen beschäftigen. Vor einem Erwerb ist die Lektüre der Wirtschaftspresse sehr zu empfehlen, so im Hinblick auf Kaufpreisentwicklungen bzw. die möglichen Veränderungen im Hinblick auf die Entwicklung der Standorte.

Unter dem Begriff sonstige Sachwertanlagen fassen Fachleute die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Viele sehen beispielsweise die Beteiligung an einer Öl- oder Gasquelle als sonstige Sachwertanlage an, da es sich ja nicht klassisch um eine Immobilie handelt, wenngleich eine Öl- oder Gasquelle natürlich immobil ist. Andere behaupten, die Beteiligung an einer Gesellschaft - beispielsweise über Aktien – sei ebenfalls eine Sachwertanlage, da das Unternehmen selbst ja Sachwerte (bspw. Produktionsvermögen) besitzt.

 

Betrachtet man dabei die Interpretation dessen, was man mit dem Begriff Sachwertanlagen kommunizieren will, nämlich die Sicherheit des Besitzes an einer Sache, so merkt man schnell, dass dies zumindest für börsennotierte Unternehmen nicht zutrifft. Denn der Anleger hat keinerlei Einfluss auf den Wert seiner Anlage und bei Börsencrashs werden gut funktionierende Unternehmen (mit hohen Sachwerten) ebenso in Mitleidenschaft gezogen wie solche ohne, was bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen kann.

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